Mehr Kompetenz für die Region!

Jubiläumsveranstaltung der LAG Baden-Württemberg und Regionalplanertagung

Die Landesarbeitsgemeinschaft Baden‐Württemberg feierte am 12. und 13.10.2017 ihr 50‐jähriges Bestehen im Rahmen einer gemeinsamen Regionalplanertagung mit der Arbeitsgemeinschaft der Regionalverbände in Baden‐Württemberg im Senatssaal der Universität Stuttgart. Ca. 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Landes- und Regionalplanung, der kommunalen Planung und der Wissenschaft nutzten den Anlass, sich über Fragen zur planerischen Steuerung und Entwicklung auszutauschen und auch den informellen Dialog zu stärken. 

Foto: IREUS-Institut, Stuttgart Nach einem Rückblick über die Themen, die die Arbeit der LAG in den letzten Jahrzehnten geprägt haben und einem Überblick über künftige Anforderungen insbesondere für wachsende Regionen des Landes, wurde u. A. in zwei Podiumsdiskussionen intensiv diskutiert. Im Fokus standen neben grundsätzliche Fragen zur strategischen regionalen Planung und zu konkreten Anforderungen insbesondere der Siedlungsflächenentwicklung in Baden-Württemberg auch Ansätze der Regionalentwicklung und Anforderungen an Beteiligung und Kooperation. 

Herausforderungen in den Teilräumen Baden-Württembergs betreffen bspw. regional abgestimmte Wohn- und Gewerbeflächenentwicklungen, die die Lebensqualität nicht beeinträchtigen und bestehende Engpässe in der Verkehrsinfrastruktur nicht verschärfen. Weiterhin erfordern steigende Verkehrsbelastungen und der Umweltwandel eine starke kooperative und integrative regionale Sicht. Eine fachübergreifende räumliche Planung, die mit einer integrierten und regional angemessenen Betrachtung Antworten für aktuelle Anforderungen durch die hohe Entwicklungsdynamik in Baden‐Württemberg liefern kann, ist unabdingbar. 

Und so wurde intensiv die Frage diskutiert, wie innovativ die regionale Planung im südwestlichen Bundesland sein kann, wie die Zusammenarbeit mit der Landesplanung intensiviert und die Kooperation mit den Kommunen gestärkt werden kann. Es wurde deutlich, dass strategische Planung elementar ist, auch wenn der „Instrumentenkasten“ weiter entwickelt werden muss und Beteiligung und Kooperation in Flächenfragen weiterhin große Herausforderungen darstellen. Innovative Ansätze der Regionalentwicklung können auch dabei helfen, aus kommunalen Themen regionale Themen zu machen.

Weitere InformationenGröße
lagbw.png385.37 KB
programmheft_finale_a_002-2017-10-09-final-final.pdf605.66 KB